Empfehlung des Monats
Unser Gartentipp
Effektive Unkrautbekämpfung
Unkräuter sind nicht gewünschte Pflanzen im Garten. Dazu gehören neben Vogelmiere auch Löwenzahn, Giersch, Schachtelhalm und Winden. Um sie in den Griff zu bekommen, sollte man vor allem regelmäßig den Boden lockern und jäten. Dadurch werden die Pflanzen geschwächt, weil sie nicht mehr so gut Halt finden. Allerdings muss diese Bekämpfung über sehr lange Zeiträume erfolgen. Darüber hinaus kann man Stück für Stück die Wurzeln entfernen, sofern der Boden relativ leicht zu bearbeiten ist. Legt man über große Flächen dicke Pappe auf den Erdboden und bedeckt diese mit Rindenmulch, beginnt sie zu verrotten. Dadurch wird die Ausbreitung von Wurzeln unterbunden, weil sie nicht mehr genügend Nährstoffe zum Austreiben bekommen. Aber auch hier ist Zeit gefragt. Terrassen befreit man beispielsweise durch Hochdruck-Heißdampfgeräte oder Abflammgeräte. Unter dem Einfluss ihren hohen Temperaturen beginnt das Eiweiß in den Pflanzen zu gerinnen, die Zellwände werden zerstört und die Pflanze geht ein. So spart man sich mühsames Unkrautjäten zwischen den Terrassenplatten. Allerdings ist der Anschaffungspreis solcher Geräte mit dem Nutzen gründlich abzuwägen. Wer vermeintliche Unkräuter schnell entfernen möchte oder muss, hat mit zahlreichen chemischen Pflanzenschutzmitteln die Qual der Wahl. Dabei ist darauf zu achten, dass so wenig wie möglich Nützlinge davon betroffen sind. Auf Verkehrs- und Betriebsflächen ist der Einsatz von solchen Mitteln sogar genehmigungspflichtig. Daher sollte der Einsatz der chemischen Keule auch im Garten besser vermieden werden.
Phänologischer Kalender
Natur im Jahreslauf – Juli

Die Phänologie beschreibt die Entwicklungserscheinungen in der Natur, die im Jahresverlauf regelmäßig auftreten und bezieht sich dabei vor allem auf die Ökologie und die Biogeografie. Mittels eines phänologischen Kalenders werden die Eintrittszeiten bestimmter Erscheinungen erfasst. Insgesamt gibt es 10 phänologische Zeiten. Allerdings ist das Eintreten dieser Zeiten regional unterschiedlich und deckt sich nicht mit den meteorologischen oder astronomischen Jahreszeiten. Im Süden beginnen pflanzliche Entwicklungen in der Regel früher als im Norden, im Flachland ebenfalls eher als in höheren Lagen.
Der phänologische Kalender dient in der Landwirtschaft als Grundlage zur Beurteilung, welche Arbeiten anstehen und durchzuführen sind. Das Pflanzenjahr beginnt mit dem Vorfrühling Ende Februar-Anfang März. Die ersten Schneeglöckchen und der Winterjasmin blühen, Haselnuss und Salweide zeigen ebenfalls Blüten. Während des Erstfrühlings blühen Forsythie, Kirsche und Birne. Die Natur ergrünt. Landwirtschaftliche Produkte wie Kartoffeln und Rüben werden in die Erde gebracht.
Der Vollfrühling im April und Mai bringt dann überall das Grün zurück. Markant ist vor allem die Blüte des Apfels. Im Frühsommer, der größtenteils im Juni herrscht, blühen vorrangig Gräser und der Schwarze Holunder. Die heißeste Zeit des Jahres wird durch den Hochsommer gekennzeichnet. Dann blüht die Sommerlinde, Johannisbeeren reifen. Der Spätsommer lässt frühe Obstsorten reifen. Die zweite Heuernte wird eingefahren, das Heidekraut beginnt zu blühen.
Während des Frühherbstes reifen der Schwarze Holunder und die Haselnuss. Im Vollherbst können Quitten, Walnüsse, Äpfel und Wein geerntet werden. Das Laub beginnt sich zu verfärben. Mit dem Laubabwurf der Wildbäume setzt der Spätherbst ein. Ab Ende November herrscht dann Winter, die Vegetation ruht bis zum Start ins neue Gartenjahr.
Das Gartenlexikon im Juli
Wissen für Ihren grünen Daumen

Gemüsegarten
Zu den typischen Arbeiten im Gemüsegarten im Juli gehört die Aussaat von Salaten, Mangold und Spinat. Auch Rüben, Chinakohl, Bohnen, Rote Bete, Rettich und Radieschen werden jetzt gesät. Unter Glas zieht man Endivien, Zuckerhut und Knollenfenchel. Dagegen werden jetzt Blumenkohl und Kohlrabi ins Freie gepflanzt.